Vereinsgeschichte

Hinweis: dieser Text befindet sich noch im Aufbau und beruht weitestgehend auf der Chronik zum 60-jährigen Vereinsjubiläum, von Alwin Wegmann und Johann Bojecan.

Die Gründung unseres Sportvereins, fiel in eine Zeit, in der man die Bedeutung die Sport und Sportvereine für eine Dorfgemeinschaft haben, noch nicht erkannt hatte. 

Am 17. Mai 1949 schrieben sich 52 Theilheimer in eine Liste ein, um die Gemeindeverwaltung davon zu überzeugen, dass Theilheim einen Sportplatz braucht. Diese 50 Männer waren die Gründungsväter des SV Theilheim, der noch bis 1975 ein reiner Fußballverein blieb.

Die Gemeinde war damals prinzipiell bereit, dem neu gegründeten Verein einen Sportplatz zur Verfügung zu stellen. Allerdings war das ehemalige Sportgelände inzwischen zum Teil an Neubürger verpachtet worden, die dort Schrebergärten angelegt hatten. Es musste also für Ersatz gesorgt werden, bevor an der Randersackerer Straße mit dem Bau eines Fußballplatzes (heute Standort der Jakobstalhalle) begonnen werden konnte. Bis zu seiner Fertigstellung musste die Fußballmannschaft alle ihre Spiele auswärts bestreiten.

Am 11. Juni 1950, ein Jahr nach der Gründung des Sportvereins, war es soweit. Der Fußballplatz, der mit dem Schutt von der Bombardierung Würzburgs aufgefüllt worden war, konnte feierlich eröffnet werden. Der Ortsgeistliche Pfarrer Adam Hetterich weihte den Platz, Bürgermeister Rudolf Wegmann übergab das Sportgelände dem Sportverein. Noch am selben Tag fand das erste Fußballspiel auf heimischem Rasen statt. Endlich war es möglich, auf einem eigenen Platz zu trainieren und dort die Heimspiele auszutragen. Bisher trainierte man auf dem eigenen Hof und auf der Straße. Auch die Schule hatte nun Gelegenheit, Sportstunden im Freien auf einem geeigneten Gelände abzuhalten und selbst sportliche Veranstaltungen durchzuführen. Ihr damaliger Rektor, Hans Groll, gehörte zu den Gründungsmitgliedern des SV. 

Mit mehr als 100 Mitgliedern 20 Jahre nach seiner Gründung zählte der Verein zu den führenden Vereinen der Gemeinde und so war es ganz verständlich, dass der Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim immer lauter wurde.  Die finanziellen Möglichkeiten reichten aber nicht aus. Erst die Überschüsse aus den Veranstaltungen zum 20-jährigen Jubiläum (14.-16.Juni 1969) schufen eine solide Grundlage für den Bau eines Vereinsheimes.

Im Rahmen der Flurbereinigung hatte die Gemeinde am Eibelstädter Weg ein neues Sportgelände ausgewiesen. Dort wurde der Bau des Vereinsheimes in Angriff genommen. Viele fleißige Hände sorgten nach dem ersten Spatenstich dafür, dass die Baumaßnahme zügig durchgeführt werden konnte.  Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle der Einsatz von Franz Wischer, dem ersten Vorsitzenden des SV. Seinem Engagement und seiner Initiative verdankt es der Sportverein letztlich, dass die Pläne für ein Vereinsheim in die Tat umgesetzt wurden. Umso schwerer traf alle Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer der Tod von Franz Wischer, der völlig unerwartet im Alter von nur 46 Jahren am 25. April 1971 verstarb. Wie sehr er fehlte wurde deutlich, als nach seinem Tode die Baumaßnahme ins Stocken geriet. Am 26. Dezember 1971 konnte das Vereinsheim schließlich dem SV in einer Feierstunde zur Nutzung übergeben werden.

Mitte der 70er Jahre konnte der Sportverein inzwischen sein 25-jähriges Bestehen feiern und hatte bereits rund 150 Mitglieder. Im Rahmen der Veranstaltungen des 25-jährigen Vereinsjubiläums fand in Anwesenheit der Ehrendamen die feierliche Fahnenweihe statt. Eduard Henig, damals Vorstand des SV, wurde zum Fahnenträger ernannt.

Neues Ziel des Vereins war nun die Errichtung weiterer Sportstätten und die Schaffung neuer sportlicher Gruppierungen. Eine Damenfußballmannschaft wurde ins Leben gerufen. Schach-, Tischtennis- und Beatabende waren Angebote für Jung und Alt, die Freizeit in Gemeinsamkeit sinnvoll und interessant zu verbringen.

Wichtigste neu gegründete Abteilung im Jahr 1976 war die Damengymnastik, damals unter der Leitung von Maria Eirich.

1979 beantragte der damalige Vorstand Erhard Endres den Bau eines Fußballplatzes auf dem neu ausgewiesenen Sportgelände, oberhalb des Sportheimes. Die Pläne für diese Anlage wurden vom Landratsamt genehmigt und 1980 konnte mit dem Bau begonnen werden. Drei Jahre später, am 12. Juni 1983, wurde der Platz durch Pfarrer Karl Hofmann feierlich geweiht und Wolfgang Lanitzki, dem damaligen Vorstand des SV, durch Bürgermeister Leo Lang übergeben.

Gleich um zwei Abteilungen reicher wurde der Sportverein 1985. Die Dang Fu Do-Gruppe unter Thomas Endres trat dem Sportverein bei. Dang Fu Do schult den Körper und lehrt Selbstbeherrschung, Konzentration und Geisteskraft. In dieser Sportart verschmelzen verschiedene chinesisch-koreanische Kampfsportarten. Die Theilheimer Dang Fu Do-Gruppe gehörte damals zu den größten Gruppierungen dieser Sportart in Deutschland und erreichte national hervorragende Platzierungen (z. B. Deutsche Vereinsmeisterschaften mit den Plätzen 1, 2. und 3). Leider ist diese Sportgruppierung seit 1995 nicht mehr Teil des SV Theilheim.

Ebenfalls 1985 trat die Tennisabteilung dem Sportverein bei. Diese war bereits im Juli 1984 gegründet worden. Die Initiatoren waren größtenteils bereits Mitglied im Sportverein, auch Hans Peter Gläßel, der damals Abteilungsleiter der Tennisabteilung wurde. Ihm folgte 1994 Ernst Röhner.

Noch ehe einer der beiden geplanten und vom Gemeinderat bewilligten Tennisplätze gebaut worden war, erreichte die Mitgliederzahl das volle Hundert; die geplanten Plätze waren somit ausgelastet.

Ende Juli 1985 waren diese ersten beiden Tennisplätze fertiggestellt. Nach weiteren über tausend Arbeitsstunden durch die Mitglieder, konnte die Anlage am 18. August 1985 eingeweiht werden. Ein dritter, vierter und ein fünfter Platz folgten in den darauf folgenden Jahren. In Zusammenarbeit mit der Fußballabteilung entstand direkt neben den Tennisplätzen ein Mehrzweckgebäude, in dem sich heute das Tennisheim, die Betriebshalle für die Fussballplätze und ein Verkaufskiosk für Fussball Heimspiele, befinden

Mit über 200 Mitgliedern und mit mehreren Mannschaften in allen Altersklassen, wurde die Tennisabteilung eine starke und wichtige Gruppe im Sportverein, die auch aus dem gesellschaftlichen Leben des Ortes nicht mehr wegzudenken war. Regelmäßig wurden durch die Tennisabteilung neben Skiausflügen, Radtouren, Tanzveranstaltungen und kulturellen Angeboten, auch Vereinsmeisterschaften und Medienspiele veranstaltet.

1986/87 bekam das Sportheim einen Anbau. Hans Gardil, die gute Seele des Sportvereins bis heute und die Alte Herren-Spieler trugen die Hauptlast der Arbeit.

Seit Mai 1990 existiert unsere erfolgreiche Aerobic-Gruppe, bis heute unter der Leitung der Gründungsabteilungsleiterin Carina Wolz.

1996 wurde mit dem Bau eines weiteren Sportgeländes begonnen. Die Flutlichtanlage und Wasserleitungen, um den Sportplatz zu besprengen, wurden 1998 fertiggestellt. Auch diese Arbeiten wären ohne Hans Gardil nicht in gleicher Geschwindigkeit durchgeführt worden. Seit 1986 ist Hans Gardil Ehrenmitglied des Sportvereins.

1998, rechtzeitig zu den Feierlichkeiten anlässlich des 900-jährigen Jubiläums von Theilheim, wurde die Mehrzweckhalle fertiggestellt und bietet den Theilheimer Bürgern und Vereinen neue Möglichkeiten.

lm Juni 1998 bildete sich eine Volleyballgruppe unter Klaus Achsnich, im September folgten Basketball unter Raymond Martin und das Kinderturnen unter der Leitung von Maria Störrlein. Seit dem 14. Juli 1995 gibt es die Abteilung Bewegungskünste (Zirkus Allemallach) unter der Leitung von Peter Baumann. Diese Abteilung dürfte zu diesem Zeitpunkt einmalig in ganz Bayern gewesen sein.

Eine andere Gruppe musste leider geschlossen werden. Die Basketballabteilung, die 1992 gegründet worden war, wurde am 17. März 2003 wieder aufgelöst. Der Abteilungsleiter Herr Martin konnte aus beruflichen Gründen sein Amt nicht mehr weiterführen.

Am 14. Mai 2004 feierte der SV Theilheim sein 55-jähriges Bestehen. Im 
Rahmen einer Festveranstaltung wurde Johann Bojecan‚ der bis 2004 erster Vorsitzender des Hauptvereins war, zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zahlreiche Mitglieder wurden im Rahmen dieser Veranstaltung für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Ab dem 27. März 2004 wurde der Verein vom 1. Vorsitzenden Alwin Wegmann geleitet. Johann Bojecan unterstützte ihn als Stellvertreter. Auch die Kassiererin Margareta Körber und der Schriftführer Wolfgang Bauer blieben weiter im Amt und sorgten für Kontinuität im Sportverein.

Die Anzahl der Mitglieder war mittlerweile (2008) auf 635 angestiegen.

Am 30. August 2008 wurde eine neue Abteilung im Sportverein gegründet. Unter der Abteilungsleiterin Karoline Hock, wurde eine Mutter-Kind-Gruppe ins Leben gerufen. 

2008 kam es zu einigen Veränderungen in der Vorstandschaft. Johann Bojecan, Margareta Körber und Wolfgang Bauer standen nicht mehr für ihr Amt zur Verfügung. Bei den notwendigen Neuwahlen wurde Alwin Wegmann als erster Vorstand bestätigt. Vorstand im Bereich Sport wurde Erich Wolz, Marco Walther im Bereich Verwaltung und Volker Schmitt im Bereich Finanzen.

Am 17. Oktober 2009 feierte der SV Theilheim sein 60-jähriges Jubiläum, im Rahmen einer Festveranstaltung in der Jakobstalhalle. Mit einem Festzug vom Alten Friedhof zur Jakobstalhalle wurde der Abend mit einem festlichen Kommersabend, eingeleitet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden zahlreiche Mitglieder geehrt. Unter anderem sieben Gründungmitglieder für 60 Jahre Mitgliedschaft.